Pressespiegel (Auswahl)

Ein Magazin für junge Großstadtmenschen

- Berliner Zeitung 25.01.2006

  1. ”Was,

    In welchem Berliner Hotel hängen Betten, Tische und Stühle verkehrt herum an der Decke? Und lohnt es sich überhaupt noch, gegen Studiengebühren zu protestieren? Mal mehr, mal weniger befriedigende Antworten auf diese Fragen gibt das Magazin Die Facette. Am 11. Januar ist die erste Ausgabe des monothematischen Hefts erschienen, das von drei Studenten der Geisteswissenschaft der Berliner Humboldt-Universität ins Leben gerufen wurde. Für drei Euro kann man die Facette, die etwa vier Mal im Jahr erscheinen soll, in ausgesuchten Läden in Berlin und anderen deutschen Städten erwerben.

    Nach vier Online-Ausgaben, in denen mit dem “Feiern” oder dem “Reisen” die schönen Dinge des Lebens die Linie vorgaben, arbeitet sich die aktuelle gedruckte Ausgabe an einem weniger vergnüglichen Sujet ab, und zwar am lieben Geld. Im ungewöhnlichen DIN A5 Querformat liefert das Magazin mit der Devise “Denken. Kochen. Basteln.” im Untertitel einen nach allen Seiten hin offenen Rundumschlag zum Thema Finanzen. Dieser schließt einen Essay zur Ökonomisierung des Privaten ebenso ein wie das Rezept der kostengünstigen Süßspeise “arme Ritter” oder den Bastelbogen für eine Papier-Geldbörse. Die kulinarischen und handwerklichen Tipps nehmen jedoch geringen Raum ein, was angesichts der eher albernen Bastelvorschläge kein großer Verlust ist. Lohnenswerter ist da schon die erfrischend unverblümte Kolumne “Tratsch mit Soße”, die in der Printausgabe unter dem gelungeneren Titel “Kabinettstückchen” fortgeführt wird. Hier erklärt Christoph Schmaus die im Einstein-Jahr zig-mal durchgekaute Relativitätstheorie in selbstbewussten zwei Sätzen, beschreibt eine amüsante rot-grüne Kommune im toskanischen Olivenhain und spricht freimütig von der “wahnsinnigen” Gloria von Thurn und Taxis.

    Das Heft im Handtaschenformat will sich an “junge, interessierte Stadtmenschen” richten. Schwierig dürfte es aber sein, diese außerhalb der studentischen Klientel zu finden. Zwar ist der Artikel über das Für und Wider von Studiengebühren der einzige Beitrag, der direkt auf die Herkunft des Magazins aus dem universitären Umfeld verweist. Dennoch dürfte die stilistische und inhaltliche Mischung vor allem Berliner Studenten ansprechen: Akademisch angehauchte Essays stehen neben Berichten über typische Hauptstadtphänomene wie den florierenden Fahrradklau oder das Konzept der “Weinerei”-Lokale, in denen nach eigenem Ermessen bezahlt wird. Trotz begrenzter Zielgruppe stehen die Chancen der Facette nicht schlecht, ihre Leser zu finden. Dass Philip Jaeger, Onno Berger und Christoph Schmaus die Gründung des Magazins im Sommer 2004 “ohne große journalistische Erfahrung” angingen, merkt man der ersten Printausgabe kaum mehr an. Zu hoffen bleibt allerdings, dass die etwas beliebige Bildauswahl in Zukunft zu einer eigenen Note findet. Auf textlicher Ebene ist dies bereits gelungen. Katharina Zeckau

Komm, wir bauen uns ein Portemonnaie

- die taz 08.02.2006

  1. ”Denken,

    Schon wieder ein neues Magazin: diesmal die Facette, das Themenheft aus der Wühlischstraße. Hach je, denkt man erst, hört denn diese Segmentierung auf dem Zeitschriftenmarkt niemals auf? Was denken sich diese Gründungseuphoriker eigentlich? Gibt es nicht schon genug arbeitslose Journalisten, die angesichts schlecht frisierter Arbeitsagentur-Sachbearbeiter oder weil gerade die begüterte Omi gestorben ist, irgendwann eine Zeitschrift gründeten? Wer soll das bloß alles lesen?

    Andererseits sehen die drei Punker auf dem Titel wirklich zu niedlich aus; eine Pressemitteilung behauptet außerdem, die Zeitschrift sei gar kein “selbst gebautes Praktikum”. Also schlägt man sie doch mal auf, diese neue Facette der überfüllten Kiosk-Auslagen. Eigentlich ist sie ja auch nur ein Magazinchen, in ihrem handlichen DIN-A5-Format, zudem nur an wenigen großstädtischen Kiosken und im Internet zu beziehen.

    Die Macher sind keine Profijournalisten, sondern drei Studenten Anfang zwanzig. Onno Berger, Philip Jaeger und Christoph Schmaus dachten sich im Sommersemester 2004 während einer Logik-Vorlesung an der Humboldt-Uni ein Magazinkonzept aus. Dann riefen sie ein paar befreundete Grafiker, Fotografen und Comiczeichner an, brachten sich auf die Schnelle den Journalismus bei und veröffentlichten erst mal vier Ausgaben Facette – aus Kostengründen erst nur im Internet. Die erste Printausgabe ihres monothematischen Magazins schrieben sie zu drei Vierteln selbst voll. Da sich die Facette neben den Anzeigen vor allem über den Verkauf trägt und die drei Gründer ihr Projekt selbst vorfinanzieren mussten, hoffen sie nun, dass bald wenigstens wieder eine Null unterm Strich steht.

    Im ersten Heft, das am 11. Januar erschien, dreht sich alles um jenes Thema, an das man als Zeitschriftengründer halt am meisten denkt: Geld. Naturgemäß hat keiner der rund 25 freien Mitarbeiter, die sich für das Heft mit dem Thema befassten, für seine Arbeit welches gesehen. Trotzdem sind viele hübsche Beiträge entstanden, zum Beispiel eine Fotostrecke mit Bildern von Moos. Außerdem gibt es ein Interview mit Ulla Schmidt (“Was kostet Gesundheit?”), eins mit Tim Renner (“Was kostet Musik?”) und eins mit Sarah Wiener (“Was kostet Essen?”). Dazu Texte über Studiengebühren, Banküberfälle oder den Kapitalismus im Allgemeinen.

    Als Themenheft und wegen der Bandbreite unterschiedlicher Text- und Bildformen erinnert das Heft ein wenig an Dummy. Wie aus der Facette-Redaktion zu hören ist, wirkte dieses neuere Gesellschaftsmagazin tatsächlich maßstabsetzend, auch wenn man mit solch einer Profi-Gazette bescheidenerweise gar nicht konkurrieren können will. Wie Dummy soll jedenfalls auch die Facette vierteljährlich erscheinen. In der nächsten Ausgabe, die Anfang April herauskommt, wird sich alles um die Liebe drehen.

    Da die wichtigste Handlungsmaxime in der Wühlischstraße genau wie der Untertitel der Facette “Denken. Kochen. Basteln” lautet, gibt es im aktuellen Geld-Heft nicht nur Futter fürs Köpfchen, sondern auch für zwischen die Zähne – ein Rezept für Arme Ritter. Und ganz hinten im Heft ist eine Bastelecke eingerichtet – diesmal mit Anleitung für ein Papier-Portemonnaie, genormt auf deutsche Personalausweisgröße. Durch solche hübschen Gimmick-Ecken und einen weiten, alltagsnahen Kulturbegriff hebt sich die Facette aufs Angenehmste von manchem routinierter entwickelten Magazin ab. “Mit dem Kochen soll die Leidenschaft ins Heft, mit dem Basteln ein Handlungsimpuls. Man kann schließlich viel reden und denken, genauso gut aber auch mal was tun”, sagt Onno Berger. Stimmt eigentlich. Wer also was machen will, kann ja zur Releaseparty gehen. BRIGITTE PREISSLER

Geld trifft Geist

- UniSPIEGEL 13.02.2006

  1. ”Das

    Deshalb muss wohl eine von Berliner Philosophiestudenten gemachte Zeitschrift so heißen: »die facette«. Die drei angehenden Philosophen Onno Berger, 24, Philip Jaeger, 23, und Christoph Schmaus, 23, bereichern die florierende Kleinstverlegerszene der Hauptstadt um ein Magazin für den, so die eigene Zielgruppendefinition, »jungen, interessierten Stadtmenschen«. Die Geschichte des Heftes begann im Sommer 2004 als »Learningby-doing-Projekt, um journalistische Erfahrungen zu sammeln«, erzählt Philip Jaeger. »Zwischen zwei Vorlesungen hatte Christoph die Idee, ein monothematisches Online-Magazin zu machen.« Mit jeder Ausgabe wuchs der Kreis der Leser und Autoren, so dass sich die Macher nun an den Kiosk wagen wollen. Die im praktischen Taschenformat erscheinende Zeitschrift kostet drei Euro. Folgerichtiges Thema der ersten Nummer: Alles rund ums Geld.

Existenzgründer: Die Blattmacher

- tip Berlin Oktober 2006

  1. ”Dass

    …die Philosophiestudenten Onno Berger, Christoph Schmaus und Philip Jaeger (Foto, v.li.) nicht, als sie 2004 ihr Projekt ins Leben riefen. Sie saßen an einem sonnigen Tag im Logik-Seminar in der Humboldt-Uni. Statt sich nach Vorlesungsende über abstrakte Formeln auszutauschen, beschlossen sie, eine Zeitschrift zu gründen. „Wir haben immer schon gern geschrieben“, sagt Berger.

    Journalistische Erfahrung hatten sie keine. Umso erstaunlicher, wie kreativ und handwerklich solide die „facette“ wurde, die zunächst als Internet-Zeitung erschien. Die Autoren widmeten sich monothematisch, mal kritisch, mal humorvoll zum Beispiel der „Liebe“, dem „Geld“ oder bald „Dreck“ (Veröffentlichung am 3. November). „Anfangs wurden wir von unseren Freunden belächelt, weil wir in ein scheinbar sinnloses Projekt investierten.“ Seit Januar 2006 erscheint „die facette“ als Heft vierteljährlich im ungewöhnlichen DIN-A5-Querformat.

    Auch wenn sich das Thema von Ausgabe zu Ausgabe ändert, die Herangehensweise bleibt gleich: Unter dem Motto „Denken, Kochen, Basteln“ enthält das Heft auch eine Bastelecke, Kochrezepte und ein eigens komponiertes Musikstück in Notenform. Im „facette“ Umfeld agieren 30 freie Autoren und Layouter. Mittlerweile betreibt das Team ein Büro in der Kastanienallee. „Wir haben viele Freunde, die BWLer oder Juristen sind, aber von denen hat noch keiner seine eigene Firma“, sagt Berger. Er und seine Blattmacher sind soweit.

die facette zum Fliegen

- Motor FM 01.04.2007

  1. ”Halten

    “die facette” hat das Fliegen gelernt. Mit allem, was dazu gehört: Höhenflüge und Abstürze, Helden und Abgase, Ängste und Euphorie. Hundert Seiten hoch und mit einer exzellenten Aussicht. Motor FM liest ausgewählte Artikel von den Überfliegern in der Rubirk “Lesen und Lesen lassen”.

Im Dreck gewühlt: Das Magazin die facette

- V.i.S.d.P. Magazin für Medienmacher 03.11.2006

  1. ”Vom

    Die drei Berliner Studenten Onno Berger, Christoph Schmaus und Philip Jaeger überlegen während einer Vorlesung, wie ihr eigenes Magazin aussehen würde und starten im Sommer 2004 DIE FACETTE. Die ersten vier Ausgaben werden im Internet veröffentlicht, Nummer fünf und sechs sind inzwischen auch als gedruckte Version zu kaufen. Mittlerweile rund 40 freie Mitarbeiter erschaffen viermal jährlich ein Heft in ungewöhnlichem DINA5-Querformat. Die Macher versuchen, Alltägliches mal anders zu sehen. Geld zum Beispiel oder Liebe. Der Untertitel ist Programm: Denken. Kochen. Basteln. So erfährt der Leser in der aktuellen Ausgabe zum Thema „Dreck“, wie Günter Wallraff das „im Dreck Wühlen“ zu einem festen Begriff gemacht hat. Oder warum Vegetarier Mörder sind. Wie man „Mannemer Dreck“ backt und sich dabei, dank der Schürzen- Bastelanleitung, nicht schmutzig macht. Die Fotostrecke „Aus der Gosse“ zeigt Rinnsteine in Vergrößerung, der Artikel „Bahnhof der Eitelkeiten“ ergründet, warum der fast klinisch reine Berliner Hauptbahnhof soziale Gegensätze nicht mehr aufeinanderprallen lässt. Erhältlich ist DIE FACETTE in Läden Berlins, Hamburgs und Kölns – oder im Internet.

die facette …auf Papier

- text intern 06.01.2006

  1. ”Das

    … am 11. Januar erstmals in gedruckter Form. Der monothematische Titel wird viermal pro Jahr produziert und präsentiert sich als Zeitschrift für „Ideen, Wissen und Lebenskunst”. Das Thema der ersten Printausgabe: Geld. Zielgruppe: „Wache Mittzwanziger und flotte Enddreißiger”. Redaktionssitz ist Berlin.
    Das Konzept entwickelten die Studenten Onno Berger (24), Philip Jaeger (23) und Christoph Schmaus (23) im Sommer 2004. Die Papierversion erscheint im DIN A5-Querformat. Erhältlich ist das Heft in ausgesuchten Presse-, Musik- und Modeläden sowie per Bestellung über die Homepage diefacette.net. Der Copypreis liegt bei 3 Euro.

Das liebe Geld

- trueffeljaeger 11.01.2006

  1. ”Drei

    Die ersten vier Ausgaben erschienen online und überzeugten durch ihr pfiffiges Online-Konzept: „facette“ ( www.diefacette.net ), ein Magazin für „Denken, Kochen, Basteln.“ Bisher im Internet bejubelt, nun in der harten Realität angekommen: Die fünfte „facette“ wurde gedruckt und ging heute mit 1000 Exemplaren an Berliner Kioske. Keine Auflage die Großverleger beeindruckt. Macht nichts, sagen die Kleinverleger, drei Philosophiestudenten aus Berlin: Onno Berger (24) Christoph Schmaus (23) und Philip Jaeger (23). Die Printpremiere ist dem Thema Geld gewidmet, dazu äußern sich unter anderem Ulla Schmidt und Sarah Wiener (künftige Arte Fernsehköchin). Erster Sponsor: Die Commerzbank. Es gibt halt doch nette Geldhäuser.

Gedrucktes Internet

- V.i.S.d.P. Magazin für Medienmacher 01.12.2005

  1. ”Wer

    …und darum eine Studentenzeitung gründet, tut das selbstverständlich im Internet: die Kosten sind niedrig. Wenn diese Studentenzeitung aber so erfolgreich ist wie diefacette.net aus Berlin, liegt der Gedanke nahe, ein „richtiges“ Magazin herauszugeben, es also zu drucken. „Wir hatten 4.000 Leser pro Ausgabe. Das hat uns Mut gemacht, ein Magazin zum Anfassen zu machen“, sagt Philip Jaeger, 23, Philosophiestudent und neben Onno Berger, 24, und Christoph Schmaus, 23, Herausgeber der Zeitschrift. Aus dem Onlinemagazin hatte sich ein kreatives Netzwerk aus 25 Autoren und Fotografen entwickelt, die nun viermal im Jahr an einer neuen monothematischen Ausgabe arbeiten. die facette erscheint in vierfarb-druckqualität im Querformat. 3 Euro soll jedes der tausend Exemplare kosten, die vom 11. Januar in Berlin ausliegen.

Die gedruckte facette

- Pro Campus-Presse 01.06.2006

  1. ”Geld

    Das ist für Philip Jaeger, Onno Berger und Christoph Schmaus keine Frage der Entscheidung, sondern der Reihenfolge. Nachdem die Berliner Studenten sie im vergangenen Jahr als monothematisches Internetmagazin gestartet haben, erschien die facette im Januar 2006 erstmals auf Papier. Thema der Ausgabe: Geld. Seit einigen Wochen ist nun auch die zweite gedruckte facette für drei Euro an ausgewählten Kiosken erhältlich – diesmal dreht sich alles um die Liebe.
    Vom “Plädoyer für die unglückliche Liebe” über ein Interview mit Ex-”Wa(h)re Liebe”-Moderatorin Lilo Wanders alias Ernie Reinhardt bis zum selbstkomponierten Liebeslied wird das Thema titelgetreu aus allen Facetten betrachtet. Artikel wie “Die Liebe lüftet ihren Schleier” über die heimliche amouröse Revolution in der islamischen Welt lenken den Blick über den Tellerrand. Film- und Websitevorstellung, ein Kurzroman, aber auch ein “Liebesspiel für drei bis fünf Spieler im Alter von neun bis 99 Jahren” und sogar ein Kochrezept (“Cäsars Hühnchen”) erweitern die inhaltliche Palette – und wahren den Sinn des Untertitels: “Denken.Kochen.Basteln.” Den Machern ist zu wünschen, dass ihr mit Liebe gemachtes Heft am hart umkämpften Berliner Magazinmarkt auf genügend Gegenliebe trifft. Sonst müssen sie sich doch irgendwann zwischen Geld und Liebe entscheiden.